Zur Situation im Iran
Donnerstag, den 25. Juni 2009 um 15:54 UhrGestern Nachmittag konnte man auf Spiegel-Online zur Einschätzung der Lage im Iran folgendes lesen: »Etappensieg für die Staatsmacht in Teheran: Mit brutaler Gewalt hat das Regime die Demonstranten vorerst zurückgedrängt.« So frustrierend es ist, so wahrscheinlich scheint das Aufflackern einer hoffnungsvollen, iranischen Oppositionsbewegung in einem mit besten Gewissen islamfaschistisch regiert zu bezeichnenden Land, der Islamischen Republik Iran, auf unglaublich brutale Weise vorerst niedergeschlagen worden zu sein. Nichts ist geschehen, was man nicht zuvor von diesem Regime hätte erwarten können, nichts hat sich offenbart, was nicht jedeR längst hätte wissen können.
Es gibt einen richtigen Staat im Falschen
Mittwoch, den 14. Mai 2008 um 23:16 UhrDas folgende Flugblatt wurde im Rahmen unserer Kundgebung anlässlich der Feier des 60. Jahrestages der Staatsgründung Israels auf dem Leipziger Marktplatz verteilt.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde Israels
Das Bündnis gegen Antisemitismus hat heute zu einer öffentlichen Kundgebung zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Israels aufgerufen, weil wir diesen Tag nutzen wollen, anders als sie es vielleicht sonst von den um Kontroverse bemühten Veranstaltungen des BGA gewohnt sind, um dieses 60. Jubiläum des jüdischen Staates schlichtweg zu feiern.
Wir sind alle Opfer!? – Warum wir den Kaufmann von Venedig nicht sehen wollen
Samstag, den 24. November 2007 um 16:24 UhrDer folgende Programmhinweis wurde den Besuchern des Theaterstücks »Der Kaufmann von Venedig« zur freundlichen Kenntnisnahme gegeben. Das Theaterstück von Shakespeare wurde im damaligen Schauspielhaus Leipzig (heute Centraltheater) unter der Intendanz und Regie von Wolfgang Engel aufgeführt.
Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.
Wir wissen nicht, warum Sie sich entschieden haben, heute ins Theater zu gehen. Vielleicht wollen sie einfach unterhalten werden, vielleicht war es Ihnen auch wichtig, dass es sich bei dem heutigen Stück um einen Klassiker handelt. Vielleicht mögen Sie Inszenierungen von Wolfgang Engel oder Stücke von Shakespeare. Vielleicht wurden Sie von Freunden und Bekannten eingeladen, ohne heute wirklich Lust auf Theater zu haben. Wie dem auch sei, mit Sicherheit sind Sie heute nicht gekommen, um im Theater Judenhass zu frönen, denn wer möchte in seiner Freizeit schon mit solch ekl'em Gedankengut in Berührung kommen? Leider werden Sie davon jedoch, sofern Sie sich Ihren Theaterbesuch nicht nach dem Lesen dieses Flugblattes überdenken, nicht verschont bleiben.
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Gegen jeden Antisemitismus – Solidarität mit Israel
Freitag, den 09. November 2007 um 17:39 UhrHitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.
Theodor W. Adorno(1)
Nur wenige Tage im Jahr sind historisch so eng mit dem Nationalsozialismus und damit mit dem Antisemitismus verknüpft, wie der 9. November. Der Versuch Hitlers und seiner Gesinnungsgenossen am 9. November 1923 mit dem Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle die »nationale Revolution« vom Zaun zu brechen, endete zum Glück als größenwahnsinnige Farce. Schon wenige Jahre später jedoch wurde der Traum der nationalsozialistischen »Revolutionäre« Wirklichkeit. Am 9. November 1938 wurde ihre mörderische Ideologie in einem bisher unbekannten Maße praktisch. In der Nacht vom 9.11. auf den 10.11.1938 wurden in Nazideutschland hunderte Synagogen abgebrannt, jüdische Geschäfte zerstört und tausende von Juden in Konzentrationslager verschleppt.
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